Das schönste Regenbogenfest im Schlosshof
Paula, Glupsch und Feuersofa bereiten im alten Schloss ein Regenbogenfest vor. Als eine Dekoration angekokelt wird, finden sie mit klugen Hinweisen, Werkzeug und ein wenig Zauberei etwas noch Schöneres als ihren ursprünglichen Plan.
Diese Gute-Nacht-Geschichte zeigt die Beispielwelt "Paulas Regenbogenschloss": eigene Figuren, ein eigener Ort und trotzdem derselbe warme, kindgerechte Vorleseton. Genau so kann sich eine personalisierte Geschichtenwelt anfühlen.
“Paula strich sich die bunte Mähne aus den Augen und lächelte. "Wenn die Farben schon am Himmel tanzen, wird das Regenbogenfest heute besonders schön."”

Eines glitzernden Abends stand Paula im alten Schlosshof und sah zu, wie Regenbogenfarben über die Türme tanzten.
Das alte Schloss war hübsch herausgeputzt. Zwischen den Torbögen hingen Girlanden, an den Haken unter den Fenstern baumelten Lampions, und auf einem Klapptisch standen zwei Saftkaraffen, drei Stapel Becher und ein Teller mit kleinen Butterkeksen. Neben dem Brunnen wartete ein Handwagen voller Bastelsachen: Papiersterne, Stoffbänder, Folienstreifen und eine Schere mit roten Griffen.
Paula strich sich die bunte Mähne aus den Augen und lächelte. "Wenn die Farben schon am Himmel tanzen, wird das Regenbogenfest heute besonders schön."
"Besonders ordentlich auch", murmelte Glupsch. Der kurzsichtige Frosch saß auf einem Holzhocker und sortierte mit seiner Lupe winzige Papiersterne in flache Kisten. "Die kleinen silbernen kommen nach links. Die ganz kleinen silbernen kommen noch weiter links."
Feuersofa, der kleine grüne Drache, stapfte eifrig zwischen Handwagen und Torbogen hin und her. Unter dem Arm trug er drei Lampions auf einmal. "Ich kann noch mehr tragen", sagte er stolz. "Vielleicht sogar vier. Oder viereinhalb."
In diesem Moment löste sich ein langes Stofftuch von der Tischkante und flatterte plötzlich durch die Luft. Es streifte Feuersofa kitzelig an der Nase.
"Hatschi-- oje!"
Pffft.
Wenn Feuersofa sich erschrickt, spukt er manchmal ein kleines Feuer. Diesmal war es nur ein kurzes Flammchen, aber es reichte, um eine Ecke der Regenbogengirlande schwarz zu kringeln. Ein Stoffband bekam ein rundes Loch, kaum größer als ein Keks.
"Ach, du grüner Kiesel", sagte Feuersofa und hielt ganz still.
"Schon gut", sagte Paula ruhig. Sie nahm den Wassereimer neben dem Brunnen und goss die glimmende Stelle einmal über. Glupsch zog währenddessen die restlichen Bastelsachen auf dem Handwagen ein Stück zur Seite. Nach einem Augenblick war alles wieder in Ordnung. Nur die angekokelte Dekoration sah ein wenig zerzaust aus.
Feuersofa senkte die Ohren. "Ich wollte wirklich nur helfen."
"Das tust du auch", sagte Paula freundlich. "Jetzt schauen wir, was wir daraus machen können."
Glupsch kniff die Augen zusammen. Gerade weil er kurzsichtig war, entgingen ihm oft Dinge nicht, die andere übersehen. Mit der Lupe hopste er nah an das versengte Band heran. "Moment mal", sagte er. "Da hinten ist doch eine Kiste. Die stand vorhin noch nicht so schief."
Hinter einer Bank, halb unter einem Tuch, steckte tatsächlich eine staubige Holzkiste. Paula zog sie hervor. Auf dem Deckel klebte ein altes Etikett: Regenbogengläser und Foliensterne aus dem Schlosskeller. Darunter stand in kleiner Schrift: Bitte mit Drehkurbel-Laterne verwenden.
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